»Hauch der Zeit«

Freitag, den 20. Oktober 2017, 19:00 Uhr im ZMO Mainz

Die Autorin Irina Paschkewitsch beschreibt in ihrem Buch „Hauch der Zeit“ ein Schicksal, das sie mit unzähligen Menschen deutscher Abstammung, aber auch mit anderen missliebigen Personen in der ehemaligen UdSSR teilt. Zeitzeugen berichten von Deportation , Verfolgung vor und während des zweiten Weltkrieges und ebenso danach. Sie erzählen von Diskriminierung schon kleiner Kinder , von der Beschädigung junger Seelen bis hin zu deren physischer Vernichtung, von der Verweigerung von Entwicklungschancen, von Not jeder Art. Und sie erzählen davon, wie man auch noch das Ärgste überstehen kann. In der auch von Irina Paschkewitsch geteilten Hoffnung, dass Zeugenschaft neue Ungerechtigkeit, neue Katastrophen verhindern kann, reiht sich ihr Buch „Hauch der Zeit“ in die Bekenntnisliteratur vieler Schriftsteller ein, die es als ihre vornehmste Aufgabe ansehen, dazu beizutragen.

Irina Paschkewitsch
wurde nach dem Krieg in einem sov. Arbeitslager in Uchta geboren, wo sich ihre Eltern kennen lernten. Ihr Vater war als politischer Gefangener verurteilt, ihre Mutter als Russlanddeutsche in der so genannten Trudarmee (Arbeitsarmee) zur Zwangsarbeit verpflichtet. 1960 zog Irina Paschkewitsch mit ihren Eltern nach Moskau. Sie absolvierte ein Chemie- und ein Journalistikstudium. Sie arbeitete als Redakteurin an einem Forschungsinstitut in Moskau, später an der Moskauer Hochschule für chemische Technologie im Bereich Medien und sie war freie Journalistin für die Zeitschrift „Neues Leben“. Seit September 1997 lebt sie in Deutschland und schreibt Bücher.

 

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